Women in the Workplace 2018 Report

Frauen haben ihren Teil geleistet, nun müssen Unternehmen auch ihren Teil leisten.

Das ist die Zusammenfassung der Ergebnisse des jährlichen women in the workplace- Reports für 2018. McKinsey&Company und LeanIn.Org erstellen seit 2015 diese Studie für die USA. Auch wenn die Ergebnisse nicht 1:1 auf westeuropäische Verhältnisse umgelegt werden können, so zeigen sie doch die Strömungen auf dem Erdball.

Unternehmen bestärken immer wieder, dass sie an der Gleichstellung der Frau in der Arbeitswelt wahnsinnig interessiert sind, aber bisher ist es oft nur bei Beteuerungen geblieben. Es sind keine nenneswerten Ergebnisse für Frauen erkennbar. Weder in den USA noch in Europa. Frauen sind in leitenden Positionen unterrepräsentiert!

250 Jahre bis zur Gender Gleichstellung

Der Fortschritt ist nicht nur langsam, nein, er stagniert, so die einleitenden Worte im Artikel zum Thema auf der Website von McKinsey. Joan Williams, eine amerikanische Juristin und Geschlechterforscherin hat sogar errechnet, dass es noch 250 Jahre bis zur Gleichstellung von Mann und Frau im Business dauern wird, wenn es so langsam weiter geht wie bisher.

Für die Studie 2018 wurden Daten von 279 Unternehmen und 13 Millionen Menschen ausgewertet, über 64.000 Angestellte wurden befragt.

Frauen haben die bessere Ausbildung, trotzdem…

Frauen haben inzwischen die bessere Ausbildung und mehr Hochschulabschlüsse als Männer und trotzdem verdienen sie nicht annähernd so viel wie Männer. Die Autorinnen haben mehrere Gründe dafür in der Studie gefunden, die eine bewusste Anerkennung und Förderung geschlechtlicher Parität in Organisationen verhindern.

Frauen werden übersehen

Als erstes müssen die Zugangsmodalitäten zu den gut dotierten Jobs und Beförderungen überdacht werden . Frauen werden dabei oft schlichtweg übersehen. Auf 100 Männer, die zu Manager-Positionen befördert werden, kommen gerade mal 79 Frauen.

79:100

Mikroagressionen

Sogenannte Mikroagressionen, wie Rassismus und Sexismus kommen subtil aber auch offen zum Einsatz. Für zwei Drittel der Frauen in den USA ist das tägliche Realität.

„The Only experiance“

Die einzige zu sein, ist keine seltene Erfahrung von Frauen in der Wirtschaft. Die einzige Aufsichtsrätin, die einzige weibliche Vorgesetzte oder die einzige Frau in einem Meeting. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Eine von fünf Frauen gibt an, dass sie im Job eine „Only“ ist. In den oberen Etagen oder in technischen Berufen ist die Situation noch schlimmer. 40 Prozent der Frauen geben an in ihrer Firma auf irgendeine Art die „Einzige“ zu sein.

Seit es die Studie gibt, also seit vier Jahren, behaupten die Unternehmen, sehr interessiert an der Gleichstellung von Männern und Frauen zu sein. Aber nur 20 Prozent der Angestellten glauben, dass das der Tatsache entspricht. Also auch hier ist ein Gap bemerkbar. Die Unternehmen müssen sich ganz schön ins Zeug legen, damit die Horrorvision von Joan Williams nicht wahr wird!

Lesen Sie auch den Original-Artikel.


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